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Allgemeine Übersicht der Brennbarkeitsklassifizierung von Baustoffen

Baustoffklasse bauaufsichtliche Bezeichnung Normbezeichnung
A nicht brennbar nicht brennbare Stoffe
A1 nicht brennbar ohne oder geringfügige organische Bestandteile
A2 nicht brennbar oft nur organische Bestandteile
B brennbar brennbare Baustoffe
B1 schwer entflammbar schwer entflammbare Baustoffe
B2 normal entflammbar normal entflammbare Baustoffe
B3* leicht entflammbar leicht entflammbare Baustoffe

* Verwendung im Bauwesen grundsätzlich verboten

Dynamische Steifigkeit (s´)
Die dynamische Steifigkeit (s´) kennzeichnet das Federungsvermögen einer Dämmschicht. Die Fähigkeit zur Schalldämmung nimmt mit geringer werdender dynamischer Steifigkeit ab. Die Maßeinheit für die dynamische Steifigkeit lautet Ns/m4.

Hohe Biolöslichkeit
Beim Umgang mit Mineralwolle können, wie bei jedem Baustoff, durch Einatmen Staub und Fasern in die Lunge gelangen. Diese werden mit der Zeit abgebaut. Die Zeit, die der Körper benötigt, um die Fasern in der Lunge aufzulösen, gibt die Biolöslichkeit an. Laut umfangreichen Untersuchungen am Fraunhofer-Institut in Hannover ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass Steinwolleprodukte unbedenklich verwendet werden können, da sie eine hohe Biolöslichkeit aufweisen.

Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen
Die Wärmeleitfähigkeit in W/(mK) gibt an, welche Wärmemenge in einer Stunde durch einen Quadratmeter einer 1000 mm dicken Baustoffschicht hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied zwischen den beiden Oberflächen 1 Kelvin beträgt. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die Qualität von Dämmstoffen. Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit, desto besser sind die Dämmeigenschaften eines Baustoffes. Mit einem Anstieg der Temperatur nimmt auch die Wärmeleitfähigkeit des Baustoffes zu. In der Regel liegt die Wärmeleitfähigkeit von Dämmstoffen zwischen 0,030 und 0,050. Die Wärmeleitfähigkeit wird von der Dichte des Baustoffes und der Feuchtigkeit im Baustoff beeinflusst. Je höher die Dichte und je mehr Feuchtigkeit im Baustoff, desto höher ist die Wärmeleitfähigkeit.

Bislang wird die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen, gemäß ISO DIN 18165, den Wärmeleitfähigkeitsgruppen 030, 035, 040 zugeordnet.

Wärmedurchgangskoeffizient (U)
Der Wärmedurchgangskoeffizient (U) ist eine Größe zur Beschreibung des Wärmestroms durch ein Bauteil pro Meter (m) bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin. Die Maßeinheit lautet W/m²K. Je kleiner der Wert U, desto kleiner ist der Wärmeverlust durch ein Bauteil.

Wasserdampfdiffusionszahl (µ)
Die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl ( µ ) gibt an, um wie viel der Diffusionswiderstand gegen Wasserdampf in der Stoffschicht größer ist als in einer Luftschicht gleicher Dicke. Die Wasserdampfdiffusionszahl von Luft beträgt 1.

Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke (Sd)
Die Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke (Sd-Wert) eines Stoffes ist das Produkt aus der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl und der Stoffdicke in Meter (Sd= d*µ).
Wasserdampfdurchlässige Schichten haben einen Sd-Wert von weniger 0,05 m. Dampfbremsen haben einen Sd-Wert von über 10 m. Schichten mit einem Sd-Wert von über 1500 m gelten praktisch als wasserdampfdicht.